So nun geht es weiter, der heutige Tag 06.08.2011 war ein recht ruhiger Tag. Zum einen war das auch nach der Woche bitter nötig. Diese Woche hat uns ermöglicht einen Einblick in alle Projekte zu erlangen. Zum einen Projekte bei denen man sich gedacht hat, wie können Menschen unter solchen Umständen überhaupt leben und darüber froh sein konnte, dass man in einer anderen Familie an einem anderen Ort geboren wurde. Und zum anderen waren Projekte dabei, die lediglich der Familie so helfen, dass die Eltern arbeiten gehen können und ihren Lebensunterhalt verdienen.
Am Freitag hatten wir eine Stadtführung, die sehr aufschlussreich war und davor waren wir bei der deutschen Botschaft um unsere Visa zu beantragen. Bei meinem Glück, das ich hier bis jetzt erleben durfte habe ich natürlich meinen Lebenslauf vergessen, der unbedingt notwendig war. Also hab ich entschieden ein Taxi zu nehmen und meinen Lebenslauf zu holen, doch dann ist mir eingefallen, dass ich gar keinen Schlüssel habe – super und jetzt?! Also bin ich wieder zurückgelaufen Richtung deutscher Botschaft und bei Max den Schlüssel zu holen. Doch dann ist mir eingefallen dass ich theoretisch auch schnell in ein Internetcafé gehen könnte und dort das ganze ding nochmal runterzuschreiben. So hab ich es dann auch gemacht und wieder einmal hat mein Wissen und mein Glück mir einen Streich gespielt ich hab Apellido und Nombre verwechselt. Naja ich glaub in der deutschen Botschaft ist es niemanden aufgefallen. :D
So jedenfalls zurück zu der Stadtführung. Wir standen also auf dem Plaza Murio, wo uns Denisse Guerra ein wenig über die Verhältnisse etc. erzählt hat. Da sie eine gute Freundin zu unserer Betreuerin ist hat sie uns dann abends zu ihr eingeladen um dort ein bolivianisches Ritual durchzuführen. Wir mussten ihr alle mittags sagen was wir uns wünschen und sie hat dann für jeden Wunsch ein Symbol gekauft. Diese Symbole hat sie auf naja keine Ahnung einer Art Platte gelegt, die wir verbrannt haben. Nun soll das in Erfüllung gehen, was wir uns gewünscht haben. Und ich glaube bei mir ist das der Fall.
Ja wie ging es dann weiter – Wir sind mir Nina unsere Betreuerin Denisse und allen Freiwilligen in eine typisch bolivianische Disco gegangen. Das erste was einem in der Disco aufgefallen ist, dass man von allen Seiten als Europäer angestarrt wird. Viele wollen einem einfach mal die Hand geben oder einem was zu trinken geben. Ist irgendwie so in Bolivien, wenn jemand was zu trinken hat, teilt er es mit allen :D Wenn man es also geschickt anstellt kann man sich nen Suff für wenig Geld rauslassen, warum für wenig Geld ? Weil wenn man immer nur mittrinkt aber nie was ausgibt zählt man irgendwann als Schmarotzer. Wie halt in Deutschland auch. In solchen Discos ist es auch so, dass eine Zeit lang richtig coole Musik gespielt wird, bei der man gut abfeiern kann, doch dann nach so ca. jeder halben/dreiviertel Stunde wir langsamere Musik gespielt, damit die Leute wieder Zeit haben zu trinken. Hört sich komisch an, ist aber so. Ja irgendwann sind wir dann heimgefahren.
Und heute haben wir einfach mal nichts gemacht außer gekocht, bzw. ich nicht da ich mir wohl eine leichte Erkältung eingefangen habe. Ein dickes Lob an alle die heute gekocht haben. Ja und jetzt geht’s weiter mit essen :D
Bis bald euer Sebi
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