Mittwoch, 24. August 2011

Ich bin ein Volontaer holt mich hier raus :)



So jetzt nach längerer Pause geht es wieder weiter. Aber die Pause hat sich gelohnt.

Wie ich bereits ja schon gesagt habe, sind wir übers Wochenende, also genau genommen von Freitag bis Mittwoch mit dem Padre unterwegs gewesen. Wir haben uns morgens um 7 Uhr am Militär Flughafen von La Paz getroffen „TAM“.  Also allein hier beginnt schon das Abendteuer erst einmal hätte uns unser Taxifahrer fast zum falschen Flughafen gebracht und des Weiteren waren wir total verwirrt, als wir dann auf einmal vor den Eingangstoren des Militärflughafens standen. Aber hier in La Paz scheint es so, als wäre das überhaupt nichts Besonderes. Ist wahrscheinlich auch der einzige Flughafen, von dem aus man in den Dschungel fliegen kann. Na ja jeden Falls mussten wir dann auf unser Flugzeug warten, welches um 8 Uhr starten sollte. Doch bis dahin kamen dann noch die Sicherheitskontrollen und das Check-In. Die Sicherheitskontrollen, wenn man das so nennen darf haben im Grunde genommen aus nichts bestanden.  Und das ist jetzt kein Witz, weder unsere Taschen noch wir selber wurden gescannt oder was auch immer. Scheint wohl alles auf Vertrauen zu basieren, auf einem MILITÄR FLUGHAFEN. Als das Flugzeug dann kam, ging alles vollends recht schnell. Das Flugzeug war eine Propellermaschine, mit wenn überhaupt 30 Sitzplätzen, ich würde eher mal sagen es waren weniger.  Aber der Flug war gut. Beim Landen sind wir noch auf einer Landebahn so wie man sie eben kennt, gut vllt. nicht so toller Qualität, aber immer aus Asphalt gelandet. Doch dann beim Aussteigen, standen wir mitten auf einer gut gemähten Wiese. Immerhin etwas: ). 

Von dort aus hat uns dann ein Freund vom Padre abgeholt. Unsere Taschen wurden alle aufs Dach eines Transporters gespannt und dann ging die Reise über naja wie kann man es beschreiben. Für die Menschen dort waren es super Straßen für uns wäre es Menge Schotter gewesen. Aber daran musste man sich gewöhnen. Ich hab erst beim Rückflug wieder Asphalt gesehen. Na ja also wir dann in dem Ort angekommen waren Rurrenabaque haben wir Obst, Brötchen und Getränke gekauft. Danach sind wir dann Richtung Hafen bzw Fluss gelaufen. Dort stand dann schon unsere Schiff bereit mit dem wir dann  3 Stunden lang Flussaufwärts gefahren sind. Dass Schiff sah so aus, dass es ungefähr 1m breit war um 7-10m lang und vorne waren dann Stühle montiert auf denen wir Platz nehmen durften. 

Währen der Fahrt sind wir mehrere Male hängen geblieben, da die Regenzeit ja noch nicht war und aufgrund dessen der Fluss recht niedrig war. Aber das überhaupt kein Problem zum einen hatten wir am ersten Tag bombastisches Wetter, ich würde mal sagen so um die 30 grad, so dass man immer unser Steuermann, Koch und Führungsleiter und auch manchmal meine Wenigkeit ins Wasser gesprungen sind und das Boot ein Stück gezogen haben zumindest soweit bis wir über die Steine hinweg waren und man wieder bedenkenlos weiter fahren konnte. War echt super eine tolle Erfrischung und eine super Erfahrung. Doch natürlich kam mein „Glück“ mal wieder nicht zu kurz. Beim ziehen des Bootes hab ich auf Grund der starken Strömung meinen einen Croc verloren. Doch ich hab es Gott sei Dank rechtzeitig gemerkt und bin meinen Schuh hinterhergesprungen. War echt super lustig. Und ich hab ihn auch wieder bekommen.

Irgendwann nach den 3 Stunden sind wir dann endlich angekommen. Es war 15 Uhr und immer noch super Wetter. Als wir ankamen hab ich mir gedacht, hää und wo sollen wir hier unsere Zelte aufschlagen, hier liegen doch überall lauter Steine herum. Kommt Zeit kommt Rat. Unser Führer hat uns dann ein Stück in den Dschungel geführt, wo wir auch schon ein kleines Lager entdecken konnten mit Feuerstelle und allem was dazu gehört. Wer schon mal die Sendung "Ich bin ein Star holt mich hier raus" kann sich vorstellen, wie es bei uns ausgesehen hat :) War echt mal was völlig anderes. Und mal im Dschungel schlafen hat auch was, bei den ganzen Geräuschen und Tierchen die da so leben. Aber nicht dass ihr jetzt denkt wir haben mitten auf den Blättern geschlafen. Wie ich oben schon angesprochen habe, hatten wir Zelte dabei, die wir dann aufgebaut haben.
Ja jetzt mal zu den Zelten. Die Zelte waren ja an sich wirklich super. Aber der eine aus der dreier Gruppe hat gemeint. Wir müssten keine Regenplane drüber machen da wir zum einen etwas unterdacht waren und die Regenzeit noch nicht losgegangen ist. Hätte er das mal lieber nicht gesagt. In der Nacht hat es dann so sehr geregnet, dass irgendwann Schlafsack und auch andere Dinge nass wurden.  Aber nein wir brauchen ja keine Regenplane über unser Zelt machen.  Am nächsten Tag haben wir dann die Planen drüber gemacht, doch es hat die ganzen nächsten Tage die wir dann noch im Dschungel verbracht haben nicht mehr geregnet. Das Fischen war auch interessant, ich muss sagen ich persönlich bin etwas verwöhnt, was fischen angeht. Ich habe eine gescheide Angel die man super auswerfen kann und alles drum und dran. Dort hatten wir eine Angelschnur die um ein Holzstück gewickelt war. Und um zu merken, ob ein Fisch angebissen hat, musste man die ganze Zeit die Schnur in der Hand halten. Nicht, wie bei meiner Angel daheim, bei der vorne ein Schwimmer dran ist und wenn der Untergeht kann man ziehen. Ohhh Nein so nicht. Naja aber es war auf jeden Fall trotzdem lustig Willi der Freund vom Padre der auch dabei war, hat es geschafft mit dieser Angel einen 36 Kilogramm schweren Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Unglaublich aber war. Ich hab leider mal einen Tag pausieren müssen, da ich mich übergeben habe, ich denk das lag an dem vielen Fisch, der mangelnden Hygiene und dem schlechten Wetter, bei dem ich Nachts in meinem nassen Schlafsack gesteckt habe.  Abends wurde dann immer für uns gekocht, schon krass wie einfach mal eigentlich ein super leckeres Gericht zubereiten kann. Und alles wurde auf unserem Lagerfeuer gekocht. An dem wir dann abends auch noch ein wenig Zeit verbacht haben, solange bis die Moskitos einen ins Bett gezwungen haben.
Von Montagnacht bis Mittwochmorgen haben wir in einen Hotel übernachtet. Es war sauber und schön. Und es war, wie im Himmel zu schlafen, wenn man eine Matratze unter sich hat und nicht nur den Zeltboden und das einzige was einen vom Zeltboden trennt ist der Schlafsack.  Am ersten Abend sind wir vom Hotel aus zu einem Italiener gegangen. Also was ich sagen muss, ich hab bis jetzt keine Pizza gegessen, die wirklich nach Pizza geschmeckt hat. Aber na ja vllt. versteht man hier was anderes unter Pizza. 

Nach der ersten Nacht wurden wir dann morgens um 9 Uhr abgeholt um auf eine Art Safari mitzugehen. Die Safari bestand aus 3 Stunden Fahrt, bis zu einem anderen Hafen, von dort aus sind wir dann 3 Stunden lang auf einem Boot gesessen und haben Krokodile, Affen, sowie verschiedenste Vögel gesehen. War echt interessant und auf jeden Fall zu empfehlen. Einer der Affen hat sogar einem meiner Kollegen einen Keks geklaut. Abends sind wir dann wieder Essen gegangen um die 6 Tage gemütlich ausklingen zu lassen.
Es waren super schöne 6 Tage mit Erfahrungen, die man mit Sicherheit nur einmal im Leben macht.
Ja und das war´s eigentlich auch schon wieder zu der vierten Woche vom ersten Monat.

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