Mittwoch, 7. September 2011

Logbuch von Captain Sebastian Ruoff, Sternzeit 08.09.2011,


.....nach 6 Wochen Aufenthalt im Fremden bleiben noch 10 ½ Monate.
Nun ist es über eine Woche her, dass ich meinen letzten Blogeintrag geschrieben habe, zum einen liegt das daran, dass ich unter der Woche kaum noch Zeit habe, aber dazu kommen wir später und zum anderen ging komischer Weise mein Word nicht mehr. Man fragt sich warum? Ich kann es auch nicht erklären.
In der letzten Woche ist viel passiert. Seit Freitag, den 02. September 2011 habe ich einen Volleyballverein gefunden. Ich spiele hier für die Uni-Valle. Scheint wohl hier normal zu sein, dass es keine richtigen Vereine gibt, wie z.B. den TSV Berkheim oder SV 1845 Esslingen. Doch trotzdem bin ich positiv überrascht. Ich glaube ich kann hier viel lernen und genauso tut es mir auch gut, das merke ich. In welcher Hinsicht es mir gut tut? Es ist einfach schön mit anderen Menschen in einer Gruppe zu spielen, die einen nicht ausschließen oder dergleichen nur weil mein Ausländer ist. Ich bin auch der Meinung, aber das wird die Zeit mit sich bringen, hier den einen oder anderen Freund zu finden. Oder vllt. auch nur mal abends als Mannschaft wegzugehen.                                                                                                 
Am Freitag war es wirklich hart muss ich sagen, die Höhe hat mich fertig gemacht.  Doch am Montag habe ich schon eine deutliche Verbesserung gemerkt. Ich bin jetzt schon gespannt, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkomme und einmal Volleyballspiele, wie es sich auf meine Kondition auswirken wird. Überhaupt bin ich gespannt, wie es ist von solch einer Höhe, nach einem Jahr wieder runter zu kommen und Sport zu machen oder auch einfach nur mal durchzuatmen.
In der Arbeit, habe ich jetzt auch eine Beschäftigung gefunden. Meine Beschäftigung sieht so aus, dass ich mir einen eigenen Raum gestalten darf, also Herr Funke, wenn sie das lesen kann es sein, dass auf ihrem Schreibtisch schon ein Antrag für ein Miniprojekt liegt : ).  Der Raum wird verschiedenste Spiele beinhalten, sowie einen neuen Anstrich bekommen. Was ich eigentlich möchte ist, einen Raum für die Kinder einzurichten, in den sie sich zurückziehen können, Spiele spielen können oder auch einfach nur mal ein wenig chillen. Chillen wird so aussehen, dass ich ein Sofa kaufen werde, einen kleinen Tisch und das ganze versuche so hinzustellen, dass es einladend ist. Ich muss sagen ich freue mich drauf, aber es ist auf jeden Fall viel Arbeit. Was mich auch motivier ist, dass wenn der nächste Volontär kommt, er eine Aufgabe haben wird. Denn meine Wenigkeit, wurde ziemlich ins kalte Wasser geschmissen. Klar Stück für Stück bekomme ich meine Aufgaben zusammen, aber es hat schon lange gedauert.

Das Schönste letzte Woche war, einfach mal Wochenende zu haben, an nichts zu denken und die Zeit in der Wohnung verbringen und auszuspannen zu können. Mehr habe ich auch nicht gemacht : ) 

Und wenn ich mir vorstelle, dass jetzt schon wieder Mittwoch ist, dann ging der Teil der Woche wirklich schnell rum. Es war auch ein Mittwoch, an dem ich einen Teil meiner Freunde und meine Familie das letzte Mal gesehen habe. Als ich vorher ins Training gelaufen bin, habe ich mir gedacht, schon krass, ich geh morgens um 8:30 Uhr, manchmal auch später, aus dem Haus und komm vor 22 Uhr meistens nicht Heim. Montags, mittwochs und freitags wäre 22 Uhr sogar noch früh, denn da habe ich immer Training und das ist immer von 21-23 Uhr.  Aber naja wer trainieren will, muss leiden.

Heute habe ich mit meinen Eltern telefoniert und meine Mutter hat gemeint, dass der voraussichtliche Termin, an dem sie kommen werden, mit höchster Wahrscheinlichkeit der 31. März sein wird. Ich finde es cool, so etwas zu wissen, denn ich freue mich schon heute wie ein Honigkuchenpferd. Mir fällt auch jeden Tag wieder aufs Neue auf,  dass jetzt schon wieder ein Tag rum ist. Ich glaube auch, je mehr Zeit hier vergeht, desto weniger wird das Heimweh. Je eher lebt man sich ein. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich meine Familie, Freunde, etc. überhaupt nicht vermisse, ganz im Gegenteil. In der Zeit hier lernt man erst einmal zu schätzen, 
was man zu Hause hat : ).

Was ich am lustigsten finde ist, dass egal, wo ich bin, mit der Küche versteh ich mich immer super : ). Also liebe Johanna (sie kennen jetzt viele nicht, sie hat mit mir damals im Zeltlager Oberginsbach gearbeitet und dort auch in der Küche), das soll jetzt keine Konkurrenz für dich sein, denn ich habe die Zeit sehr genossen. Doch irgendwie harmoniert es zwischen mir und Küche immer super : ).

Jetzt noch schnell, was die Woche so ging. Am Montag, war ich beim Arbeiten, danach in dem Fitnessstudio und dann im Volleyballtraining. Am Dienstag, war ich beim Arbeiten, hab mit meiner Tante telefoniert, da sie Geburtstag hatte und danach noch auf einem Volleyballspiel, aber nur zum Zuschauen. Und heute, das Gleiche, wie am Montag auch. Aber es macht Spaß und das ist die Hauptsache…

Ach genau eins noch… wir machen uns jetzt eine Pizza-Schachtel-Wand, wie das ganze aussieht - Jedes Mal, wenn wir Pizza bestellen, hängen wir irgendwann die Pizzaschachteln an die Wand. Ich werde aber dazu auch noch ein Bild hochladen, ich finde es ist super lustig und macht die Wohnung dazu noch ein wenig gemütlicher.

Logbucheintrag Ende.

Bis zum nächsten Mal.

Das wir dann nach dem“ Camino del muerte“ sein (Todesstraße), den wir am Samstag machen.

Bis dahin, haltet die Ohren steif.

Euer Sebastian

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